Software-Architektur
Die Software-Architektur fĂ¼r eine Reporting-Software besteht regelmĂ¤ĂŸig aus drei verschiedenen Funktionsbereichen.
ERP-Tools
Mit ERP-Tools im weiteren Sinne werden alle Prozesse im Unternehmen verwaltet, wie zB:
- Vertrieb mit Kundenverwaltung (CRM), Angebots- und Auftragsmanagement und Rechnungsstellung
- Einkauf mit Funktionen wie Lieferantenverwaltung, Bestellwesen und RechnungseingangsprĂ¼fung
- Banking-Tools mit Kontoverwaltung, Zahlungsprozessen und Integration von Bankkonten
- HR-Tools zur Verwaltung der Mitarbeiter, Zeiterfassung, Urlaubsverwaltung etc.
Accounting-Software
Eine Accounting-Software Ă¼bernimmt die gesetzlich erforderliche BuchfĂ¼hrung nach (§ 238 ff HGB). Dazu zeichnet sie zunächst die Geschäftsvorfälle in Buchungssätzen im Rahmen der Doppelten BuchfĂ¼hrung aufre
Durch die Integration von ERP-Software können die Buchungsdaten Ă¼ber Schnittstellen (Import Interfaces) importiert werden. Da hier regelmĂ¤ĂŸig eine sehr hohe Anzahl von Geschäftsvorfällen Ă¼bernommen werden muss, ist eine gute Schnittstellen-Architektur die Voraussetzung fĂ¼r eine effiziente Datenverwaltung und BuchfĂ¼hrung.
DafĂ¼r gibt es in allen Systemen teilautomatisierte Schnittstellen, die auf ASCII Export-Datensätze oder definiertert Schittstellen-Formate (z.B. DATEV-Format) aufsetzen, die aus den ERP-Tools exportiert werden.
GrĂ¶ĂŸere ERP-Systeme lassen sich auch automatisiert integrieren, so dass die Buchungen automatisch in die jeweiligen Buchhaltungssysteme integriert werden. Die Integration findet dann Ă¼ber sofortige Synchronisation oder sog. "Ăœber-Nacht-Läufe" statt, bei denen die Buchungsdaten eines Tages in einem zeitplanbasierten Synchronisationslauf Ă¼bergeben werden.
Bei automatisierten Integrationen ist aber regelmĂ¤ĂŸig ein hoher Einrichtungsaufwand erforderlich. Daher ist die Entscheidung fĂ¼r eine automatische Integration unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten zu prĂ¼fen.
Die Buchungen werden Ă¼ber die Konten- und Abschlussfunktion in zeitraumbezogene Summen- und Saldenlisten Ă¼bergeleitet, aus denen dann monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) sowie jährliche die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt werden können.
Eine Accounting-Software verfĂ¼gt aber regelmĂ¤ĂŸig nicht Ă¼ber weitergehende Controlling- und Konsolidierungsfunktionen. Diese Anforderungen werden Ă¼ber eine nachfolgende Reporting-Software abgedeckt.
Controlling, Konsoliderung und Reporting
Eine Reporting-Software Ă¼bernimmt die Abschlussdaten aus den Accounting-Systemen Ă¼ber eine Import-Schnittstelle.
Insbesondere bei grĂ¶ĂŸeren Unternehmensgruppen sollte eine Reporting-Software möglichst flexibel sein, um Daten aus verschiedenen in- und ausländischen Accounting-Software-Lösungen mit verschiedensten Export-Formaten integrieren zu können.
In der Reporting-Software werden dann die Daten im Rahmen der Controlling-Funktion aufbereitet, um Kennzahlen ergänzt und mit Planungen verglichen. Die Berichterstattung erfolgt dann im Rahmen eines internen Management-Reportings.
AuĂŸerdem werden die Daten verschieder Gesellschaften einer Unternehmesgruppe aggegriert und konsolidiert. Diese Daten stellen dann die Grundlage fĂ¼r den Konzernabschluss, der sich an externe Adressaten richtet.
Glossar